Stadtarchiv
Ein
Ort, wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gemeinsam bestehen: Unser
Stadtarchiv
Das Stadtarchiv kümmert sich um
das Schriftgut der Stadtverwaltung und um vielfältige Bestände, die die
Geschichte unserer Stadt betreffen. Selbstverständlich müssen auch diese
ständig aktualisiert werden, um das Geschehene für zukünftige Generationen
festzuhalten. Eine weitere Aufgabe des Stadtarchives besteht darin, die
Geschichte Liezens im Rahmen von Vorträgen, Rundgängen und Publikationen zu
vermitteln.
Übersicht Bestände: Archiv des Rathauses, Archiv von Stadtmarketing und Tourismusverband, Vereins-Unterlagen, Sammlung historischer Fotos von Liezen, chronologische Sammlung von Zeitungsausschnitten über Liezen, Sammlung von Unterlagen zum Liezen-Lexikon, Sammlung von Fotos und Filmen von Foto Baumgartner, Urkunden, Zeitschriften, Bilder, Zeitungsberichts-Sammlung Roland Pirkenau.
Wir freuen uns über Ihre Unterstützung: Fotos, Dokumente usw. über Liezen können im Archiv abgegeben und nach erfolgter Digitalisierung wieder mitgenommen werden.
Das Stadtarchiv steht grundsätzlich der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Für seine Benützung ist eine Terminvereinbarung mit Schilderung des Anliegens notwendig.
Ebenso bietet das unten angeführte Online-Archiv mit seinen Suchfunktionen die Möglichkeit, unsere Stadt besser kennenzulernen. Wir wünschen viel Freude beim Eintauchen in Liezens Geschichte!
Kontakt:
Mag.a Katharina Ernecker
STADTARCHIV
Stadtgemeinde Liezen
Kulturhausplatz 2
A-8940 Liezen
+433612 228 811 80
stadtarchiv@liezen.gv.at
Geschichte des Stadt-Archives Liezen: 1964 durch Stadtamtsdirektor Rudolf Polzer angelegt. Nach seiner Pensionierung ehrenamtliche Weiterführung bis zu seinem Tode im Jahr 2005. Danach Weiterführung, Einführung der elektronischen Speicherung und Übersiedlung in die nunmehrigen Räumlichkeiten in der Volksschule durch seinen Nachfolger, Stadtamtsdirektor i.R. Karl Hödl. Im Dezember 2022 erfolgte die Übergabe der Archivleitung an Mag. Katharina Ernecker.
SonstigesHauptschule - Neue Mittelschule - Mittelschule
- Ab / Am
- 1947

Der steigende Bildungshunger der Bevölkerung, aber auch die damals schwierige Verkehrsverbindung nach Rottenmann, wo die erste öffentliche "Bürgerschule" des Schulbezirkes Liezen existierte, ließen die Idee eine eigene Hauptschule in Liezen zu errichten, reifen. So ergriffen während der Nachkriegszeit der damalige Bürgermeister Franz Wimmler und Bezirksschulinspektor Josef Benischke die Initiative. Ihr Vorhaben konnte schließlich mit Erlass vom 27. Jänner 1947 verwirklicht werden.
Da schlichtweg die Platznot keine andere Wahl ließ, begann der Unterricht am 11.03.1947 mit einer Klasse im zweiten Stock der Volksschule. Diese Klasse umfasste 52 Schüler. Gleichzeitig wurde Herr Fachlehrer Hugo Czeike aus Donawitz zum provisorischen Leiter ernannt. Im folgenden Schuljahr 1947/48 gab es 2 Hauptschulklassen und 12 Volksschulklassen in Liezen. Diesen 14 Klassen standen aber nur 7 Klassenräume zur Verfügung. Diese Situation konnte durch Vor- und Nachmittagsunterricht bewältigt werden.
Am 01.11.1948 übernahm Hauptschullehrer Alois Weiß aus Graz die Direktion. Für die 4 Klassen im Schuljahr 1948/49 mit 165 Schülern standen nur 3 Räume zur Verfügung. Durch die intensiven Bemühungen von Bürgermeister Karl Wimmler entschloss man sich, an der Südseite der Volksschule einen Zubau zu errichten. Im Schuljahr 1949/50 standen für 7 Klassen wieder nur 3 Räume zur Verfügung, weshalb der Unterricht nach einem 14-tägigen Stundenplan abgehalten werden mussten. Außerdem stellten die Naturfreunde einen Raum in ihrer Baracke zur Verfügung.
Zu Schulbeginn 1950/51 konnte der Zubau bezogen werden, dadurch war die ärgste Raumnot behoben.
Am 10.10.1950 wurde Direktor Alois Weiß in den Landesschulrat versetzt und als Nachfolger Ferdinand Kraft bestellt. Erst im Jahre 1954 befasste sich der Ortsschulrat mit der Feststellung des Raumbedarfs für den Neubau einer Hauptschule. Direktor Kraft sprach sich gegen einen weiteren Ausbau der Volksschule aus und brachte die Idee eines eigenen Hauptschulgebäudes ein. Am 14.10.1957 wurde dann tatsächlich der Bau dieses Gebäudes begonnen.
Umso größer war dann die Enttäuschung, als Bürgermeister Karl Wimmler am 06.11.1958 bekanntgab, dass die Absicht bestehe, das im Bau befindliche Hauptschulgebäude einer neu zu errichtenden Mittelschule zur Verfügung zu stellen. Nach Protesten der Bürgermeister des oberen Ennstales entschied das Ministerium im Jahre 1959, dass die Mittelschule in Stainach bleiben solle, wo sie bereits bisher war. Mit dieser Entscheidung ging ein 20 Jahre dauernder Schulstreit zu Ende. Zu Schulbeginn 1960/61 konnte das neue Gebäude bezogen werden. Im Klassentrakt gab es 9 Klassen, 1 Zeichensaal, 1 Physiksaal, 1 Küche, 2 Werkräume, Direktion mit Konferenzzimmer und 6 Lehrerkabinette. Der Turnsaal umfasste einen Turn- und einen Festsaal mit Bühne, Arztzimmer, Geräteraum und im Untergeschoß einen Gymnastikraum, sowie Wasch- und Umkleideräume.
Die Hauptschule wurde bis 31.12.1968 von OSR HD. Ferdinand Kraft geleitet, die Schülerzahl war auf über 500 Jugendliche angewachsen. Mit 01.01.1969 übernahm SR Karl Falb, von der Hauptschule Irdning kommend, die Leitung. Aufgrund der ständig steigenden Schülerzahl war das 1960 eröffnete Gebäude nach 10 Jahren bereits wieder zu klein, sodass wieder einige Klassen Unterricht am Nachmittag hatten.
Unter Bürgermeister Johann Voglhuber konnte zu Beginn des Schuljahres 1969/70 ein Zubau zur Hauptschule mit 4 Klassen und einem gut eingerichteten Turnsaal an Direktor Falb übergeben werden, aber man nahm dafür der Schule den alten Turnsaaltrakt, und eröffnete darin ein „Volkshaus". Damit war abermals die Schulraumnot gebannt. Mit 31.12.1974 trat SR HDir. Karl Falb in den Ruhestand und übergab die Schulleitergeschäfte Herrn HHL Franz Moshammer. Mitte der Siebziger-Jahre hatte die Hauptschule Liezen über 600 Schüler.
Die Schülerzahlen blieben in den nächsten Jahren annähernd gleich, sodass die Gemeinde unter Bürgermeister Heinrich Ruff einen weiteren Zubau errichtete, der am 11.02.1983 dem damaligen Direktor OSR Franz Moshammer übergeben wurde. Mit 18.10.1984 wurde Direktor Franz Moshammer mit den Agenden eines Bezirksschulinspektors betraut. Im folgte HOL Walter Balatka als Direktor, der weitere Modernisierungsmaßnahmen setzte. So entstanden 2 Computerräume, 1 Schreibmaschinenraum, 1 neue Schulküche, ein neuer Musikraum. Der Turnsaal wurde gänzlich renoviert und ein neuer Werkraum für technisches Werken eingerichtet.
Resümee
Zusammenfassend war der Weg von der zunächst provisorischen Unterbringung im zweiten Stock des Volksschulgebäudes bis zum Bau der Hauptschule 1960/1961 von einer erdrückenden Raumnot gekennzeichnet.
Das Angebot der Stadt Liezen, mit dem im Bau befindlichen Hauptschulgebäude dem Bund auch einen modernen, allen Anforderungen entsprechenden Schulbau für ein Gymnasium zur Verfügung zu stellen, wurde nicht angenommen, da das Mittelschulprojekt Stainach favorisiert wurde.
Am Vormittag des 12. November 1960 fand im Rahmen eines Festaktes die Weihe der neuen Hauptschule statt. In seiner Festrede wies Bürgermeister Karl Wimmler auf die Schwierigkeiten bei der Durchführung des 12,2 Mio. Schilling (Euro 887.000,--) teuren Schulbaus hin. Die Kosten wurden dabei nahezu zur Gänze von der Gemeinde getragen.
Im Mai 1992 wurde die Renovierung des Turnsaales und der Zubau des Geräteraumes abgeschlossen. Im Oktober 1993 wurden an der Südseite des Schulgebäudes neue Fenster eingebaut.
2007 erfolgte der Startschuss für umfassende, über mehrere Jahre andauernde Sanierungsarbeiten am Hauptschulgebäude.
Wichtige Eckdaten
Zum Schulsprengel der MS gehören neben der Stadtgemeinde Liezen mit Weißenbach, die Gemeinden Ardning und Lassing, von der Gemeinde Aigen im Ennstal der östliche Teil der Ortschaft Fischern.
Mit dem Schuljahr 2015/16 wurden alle Hauptschulen mittels Stufenplans zu Mittelschulen umgewandelt.
Mit dem Schuljahr 2020/21 ersetzt die Mittelschule (MS) die Neue Mittelschule (NMS) als Pflichtschule für die 10- bis 14-Jährigen. Grundlage hierfür war das Pädagogik-Paket 2018.
Aktuelle Informationen befinden sich auf der Homepage der MS Liezen unter http://www.ms-liezen.at/
Direktoren
- 11.03.1947
11. 03. 1947 - 31. 10. 1948: Hugo Czeike (provisorischer Leiter)
01. 11. 1848 - 09. 10. 1950: Erich Weiß
10. 10. 1950 - 31. 12. 1968: Ferdinand Kraft
01. 01. 1969 - 31. 12. 1974: SR Karl Falb
01. 01. 1975 - 17. 10. 1984: Franz Moshammer
18. 10. 1984 - 31. 08. 2000: OSR Walter Balatka
01. 09. 2000 - 31. 10. 2017: Ernst Karner
01. 11. 2017 - 31. 08. 2018: Herwig Schüller (provisorischer Leiter)
01. 09. 2018 - Andreas Gasteiner
Eröffnungsfeier
- 12.11.1960
Lehrplan für Rodeln (Entwurf)
- 1988
Neigungsgruppe Rodeln
- 1988
Realschule
- 1991 - 2011
Die Realschule, eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht, Rechtsträger ist die Stadtgemeinde Liezen, wird an der Hauptschule Liezen seit dem Schuljahr 1991/92 geführt. Sie schließt an die 4. Klasse Volksschule an und umfasst 6 Schuljahre. Zwischen 5. und 6. Klasse ist ein achtwöchiges Betriebspraktikum verpflichtend vorgesehen. Die Realschule wird am Ende der 6. Klasse mit einer kommisionellen Prüfung zur mittleren Reife abgeschlossenen. Mit Beginn des Schuljahres 2011/12 wird die Realschule in die "neue Mittelschule" übergeführt, die bestehenden Klassen der Realschule werden noch bis zu ihrem Auslaufen weitergeführt.
Aufgaben
Vermittlung einer grundlegenden Allgemeinbildung Vorbereitung in besonderem Maß auf die Berufs- und Arbeitswelt Die Orientierung an Ausbildungszweigen soll die selbständige Wahl weiterer Bildungsmöglichkeiten erleichtern Enger Kontakt zu und Zusammenarbeit mit der Wirtschaft wird gesucht Besonderheiten
Teamteaching
Zweilehrersystem in Deutsch, Englisch und Mathematik, Französisch
als zweite lebende Fremdsprache Interessensdifferenzierung in der 4. Klasse
- Technisch/Naturwissenschaftlicher Bereich
- Kaufmännisch/Wirtschaftlicher Bereich
- Sozial/Humanbildender Bereich Informatik mit ECDL
Informationen zum ECDL Schülerorientierte Lernformen
- Offenes Lernen
- Projektunterricht
- handlungsorientierte und berufsbezogene Lernformen Weitere Informationen unter www.realschule.at
Innen- und Außenrenovierung
- 2007 - 2009
Nacht des Sports
- 2011
Übergang zur Neuen Mittelschule
- 2011
GebäudeGrimminggasse 6
- Adresse
- Grimminggasse 6
- |
- Lage
- Zweites Haus an der Nordseite der Grimminggasse in Richtung Westen.
Eigentümerin: Regina Lammer
Am 02.März 2026 kam es am Vormittag in diesem Haus zu einem größeren Brand, an dessen Löschung drei Feuerwehren mit 40 Personen beteiligt waren. Als Brandursache wurde von Sachverständigen ein elektrischer Defekt im Vorraum angegeben. Der Brandschaden war so groß, dass das Haus einige Zeit unbewohnbar war.
SonstigesLifestyle - Fitness Liezen
- Ab / Am
- 29.09.2001
Fitnessstudio der Brüder Peter und Valentin Steiner in der Werksstraße 21. Geschäftsform mit Stand 2020: Fitnessstudio LifeStyle Valentin und Peter Steiner GmbH8720 Knittelfeld, Dr. Federhofer-Straße 21. Fitnessstudio LifeStyle Valentin und Peter Steiner GmbH 8720 Knittelfeld, Dr. Federhofer-Straße 21
Miss und Mister Lifestyle
- 20.09.2008
Über 20 Athleten und Athletinnen stellen sich einer fachkundigen Jury zur Wahl von Miss bzw. Mister Lifestyle. Im Rahmenprogramm sind Showacts von den Europameistern im Breakdance sowie in Hip Hop und Jazzdance zu sehen.
Miss Lifestyle 2008 wurde Sabine Riegler,
Mister Lifestyle 2008 wurde Erich Rappold.
Abnehm-Studie im Damenstudio
- 06.2009
Abschlussarbeit
- 09.2009
Damen Studio
- 2010
Umbenennung
- 2013
Der Name des Studios wurde in Lifefit Gold Liezen umbenannt.
Wann die Rückbenennung erfolgte ist nicht bekannt, aber 2019 warb das Studio wieder mit dem Namen "life Style". Leiter ist noch immer Dipl. Fitnesstrainer Alexander Mxonus.
GebäudeAusseer Straße 27 a
- Adresse
- Ausseer Straße 27 a
- |
- Lage
Ehemalige Hausnummer Liezen 37 mit der Bezeichnung Pechler.
EZ 230 KG Liezen, Conscriptionsnummer Liezen 37.
Unter Urbannummer 180 der Herrschaft Rottenmann dienstpflichtig.
Erste urkundliche Erwähnung 1658.
Bisherige Besitzer:
1658: Hanuß Rebhändl
1690: Georg Eybl
1723: Martin Ernst sen.
1742: Martin Ernst jun.
1743: Philipp Paninger
1764: Hanns Paninger
1790: Johann Paninger
1820: Gemeinde
1833: Magdalena Merschkraut
1860: Elisabeth Merschkraut
1861: Stefan und Elisabeth Zechner, geb. Merschkraut
1883: Elisabeth Zechner
1890: Elisabeth Strick
1897: Filomena Hansl
1917: Karoline Tantscher
1975: Gebäude wurde abgetragen
GebäudeGassner-Mühle
- Errichtet
- 1847
- |
- Adresse
- Brunnfeldweg 43
- |
- Lage
- Beim bäuerlichen Anwesen vlg. Untergeier am Röthbach.
Die Gassner-Mühle wurde 1847 von den Besitzern Untergeier und Obergeier errichtet und noch bis 1974 betrieben. Danach verfiel sie zunehmend. Das Bundesdenkmalamt hat mit Bescheid vom 6. Dezember 1978 festgestellt, dass die Erhaltung der Mühle im öffentlichen Interesse gelegen ist. Nachdem eine Einigung mit den damaligen Besitzern Franz und Elisabeth Gassner erzielt wurde, konnte die Mühle mit Unterstützung durch das Bundesdenkmalamt und die Stadtgemeinde im Jahre 1993 renoviert werden. Sie war damals voll funktionsfähig.
GebäudeVolkshausstraße
Später in Kulturhausstraße umbenannt.
1990 wurde der Ausbau der Volkshausstraße in der Zeitschrift "EbenSeer direkt" mit dem 3. Preis für besondere Planungs- und/oder Gestaltungsleistungen ausgezeichnet.
Eingereicht wurde das Projekt von Ing. Gilbert Schattauer.
Aus der Begründung der Jury:
"Hier haben die Stadtväter Liezens beispielhafte Arbeit geleistet und Entscheidungen für die Wohnqualität der Anrainer getroffen: Eine schöne und saubere Lösung für eine verkehrsberuhigte Zone mitten in einem Wohngebiet. Preiswürdig ist die Gestaltung deshalb, weil Auftraggeber, Planer und Entscheider konsequent ein Gestaltungskonzept durchgeführt haben und dadurch die freundliche Eigenart des Ensembles betonen: eine rundum gelungene Lösung!"
SonstigesDrachensage
- Ab / Am
- 12. Jahrhundert
Diese berichtet, dass noch im 12. Jahrhundert eine römische Stadt auf
dem Brunnfeld gestanden sein soll. Ein Erdbeben habe das Felsgestein an
der Roten Wand zusammengeschüttelt, so dass es ins Tal herabstürzte und
dieses verschüttete. Der wahre Kern besteht darin, dass die dort noch
bestehenden Anlagen der ehemaligen römischen Siedlung unter den
Felsentrümmern begraben wurden. Eine Stadt aber war es sicher nicht.
Dazu ergänzt die Sage, wie sie uns mündlich überliefert wurde, dass in
der Roten Wand ein Drachen hauste, der diesen Felssturz verursacht haben
soll.
Im alten Stadtwappen der Stadt Liezen war dieser Drachen grün auf rotem
Hintergrund dargestellt. Eine andere Auslegung berichtet, dass dieses
furchtbare Ungetüm beim "Sennglöckl" in der Roten Wand gelebt haben
soll. Der Hahn des Hainzlebner-Bauern habe sich dorthin verirrt und sei
vom Drachen gefressen worden. Dadurch gestärkt, sei dann dieses Untier
ausgebrochen und habe damit den Felssturz verursacht. Die Sage weiß aber
auch, dass jene "Stadt" bis zum "Weißen Kreuz" an der Ausseer Straße
gereicht haben soll. Beim Grafenkreuz im Oberdorf und in der Nähe des
Kornbauernhofes (heute Salzstraße 12) sollen Heidentempel oder
vielleicht eine alte Kirche gestanden sein. Wahrscheinlich waren dies
alte Heidentempel oder nur Bilder heidnischer Götter. So ist es zu
erklären, dass dort Überbleibsel der Römerzeit noch länger bestanden. Es
steht nicht genau fest, in welcher geschichtlichen Zeit sich dieser
Felssturz ereignet hat. Sicherlich aber nach der Römerherrschaft (400 n.
Chr.) und spätestens im 11. oder 12. Jahrhundert n. Chr.
Drachensage von Schulrätin Margarete Aigner
- 1947
In seiner im Oktober 2007 erschienenen Broschüre "Die Liezener Sagen" führt Rudolf Winkler über die von Schulrätin Aigner überlieferte Sage folgendes aus:
Frau Schulrat Margarete Aigner hat in der Festschrift zu der 1947 stattgefundenen Stadterhebung der Drachensage auf Seite 7 genau 19 Zeilen, einschließlich der Quellenangabe, gewidmet. Nicht wegen ihrer fehlenden Bedeutung oder gar wegen Platzmangel - der simple Grund war, dass die vorhandenen Aufzeichnungen so dürftig gewesen sind und nicht für eine ausführlichere Beschreibung reichten. Frau Aigner hat in der Festschrift folgendes geschrieben:
„Beim Jungbrunnen" ist ein
Wasser, so ein Tümperl, da war der Drache drinnen, der Schwanz gegen
Weißenbach, der Kopf gegen Liezen. Der Drache ist ausgebrochen und hat Liezen
verschüttet. Ein Fuhrwerk mit ungelöschtem Kalk ist gerade auf der Straße daher
gefahren, das hat der Drache gefressen und ist vom Kalk hin geworden. (vlg.
Angerer, Weißenbach).
Drachensage nach Dr. Peter Domes
- 1970
In seiner im Oktober 2007 erschienenen Broschüre "Die Liezener Sagen" weist Rudolf Winkler auf ein vom Tierarzt Dr. Peter Domes 1970 gemaltes Bild auf Leinen
(Textilmalerei) hin, auf dem Dr. Domes die
Drachensage als Bildumrahmung verwendet hat. Die Umrahmung hat folgenden Wortlaut:
IN DER ZEIT DA UNSERE STEIERMARK EIN HERZOGTUM WURDE, HAUSTE IN EINEM UNTERIRDISCHEN BERGSEE EIN GRAUSIGER DRACHE. HEUTE IST DORT OBEN NUR MEHR DIE RÖTH ÜBRIG GEBLIEBEN.
DER HAHN VOM HAINZLEBNER VERIRRTE SICH DA HINAUF ZUR GSENNLEGN UND WURDE VOM DRACHEN VERSCHLUNGEN. ABER DER HAHN WEHRTE SICH UND DER DRACHE BEKAM BAUCHGRIMMEN.
DURCH DIESE GEWALT BRACH DER SEE AUS. DIE FURCHTBARE MURE VERSCHÜTTETE DAS DORF STIRIATE DAS DAMALS SCHON LVECZEN HIESS. ABER VOM RANDE DER MURE FÜHRTEN DIE FÜNF WEGE IN ALLE WELT.
Drachensage von Schulrätin Luitgard Hasl
- 1993
In seiner im Oktober 2007 erschienenen Broschüre "Die Liezener Sagen" führt Rudolf Winkler über die von Schulrätin Hasl überlieferte Sage folgendes aus:
Anlässlich eines Schülertreffens des Volksschuljahrganges
1929/30 am 22. Mai 1993 präsentierte Frau Schulrat Luitgard Hasl die Liezener
Drachensage als Ballade. Ich darf mit gutem Gewissen
behaupten, es ist Luitgard hervorragend
gelungen, unserem Wappentier Leben einzuhauchen. Es ist auch nicht den
Schwerttod gestorben, wie es sich für einen Drachen gehört, es fraß in seiner
Gier eine Fuhre ungelöschten Kalk und verendete daran.
Die oben erwähnte Ballade hat folgenden Wortlaut:
man fürchtete sich vor dem Drachen.
Hier hatte das gefräßige Tier
in grauer Vorzeit sein Revier,
mit Gier auf einen Hahn zu lauern,
den Hahn von Hainzl-Ebner-Bauern.
Ein kleiner Hahn! Ein bisschen Fraß!
Der Drache spürte doch etwas.
Er fühlte Kräfte bis zum Schwanz
fuhr sofort im wilden Tanzden Berg hinab und viel Geröll
begrub am Brunnfeld das Kastell
der Römer, gleichfalls alle Krieger.
Der Drache war der stolze Sieger.
Er "hätt" das ganze Tal bezwungen,
wenn er kein Kalkfuhrwerk verschlungen.
Er lag verätzt am innern Balg.
Was fraß er ungelöschten Kalk?
Er, der der Weltmacht mitgespielt,
beherrscht das Liezener Wappenbild
und findet Überlebensdauer
auf Zinnen einer Kleinstadtmauer,
in die fünf Tore eingelassen
zum Hinweis auf fünf alte Straßen:
1. nasse Döllacher-
2. grüne Ausseer-
3. kalte Pyhrn-
4. mächtige Haupt-
5. schmale Admonter-Straße.
Drachensage nach Rudolf Winkler
- 2007
Die Sage vom Drachen in der Roten Wand
Neue Fassung
In einer fernen Zeit, als Liezen noch eine römische Post- und Pferdewechselstation gewesen ist und Stiriate geheißen hat, in einer fernen Zeit, als es noch keine Liezener Röth gegeben hat und die bäuerlichen Liegenschaften Ober- und Unterbreinsberger sowie Taschen und Ziehrer eine geländemäßige Einheit bildeten, beginnt die Sage vom Drachen, der in der Roten Wand gehaust hat.
Am Rücken des Hirschriegel oberhalb von Liezen war eine größere Wasserlacke, die Gsenklacke genannt wurde. Es war eigentlich keine Lacke, sondern ein kleiner, glasklarer See in dem sich allerlei Getier tummelte. Gespeist wurde sie von einer leicht überhöht gelegenen Quelle, die als Jungbrunnen von Alt und Jung sehr geschätzt wurde. Das Gelände rund um die Gsenklacke wurde von den Liezener und Weißenbacher Bauern als Weide für das Jungvieh genützt. Einträchtig badeten die Liezener Männlein und Weiblein im Wunderwasser der Lacke und das Jungvieh und das Wild löschten mit dem kalten Wasser ihren Durst. Alle waren zufrieden und die Gsenklacke erfreute sich größter Beliebtheit.
Ein Drache, auf der Suche nach einer Bleibe, kam zur Gsenklacke und weil es ihm dort so gut gefiel, wählte er sie als Wohnsitz. Er befürchtete aber, dass auch andere auf diesen kleinen See Anspruch erheben würden und beschloss, sich nicht vertreiben zu lassen.
Als erstes passte er sein Schuppen- und Hornkleid dem roten Gestein an und legte sich dann auf den Grund des Gewässers. Ab diesem Zeitpunkt war er für Mensch und Tier unsichtbar.
Als die Wildtiere - Hase, Reh und Hirsch - wie gewohnt zur Lacke kamen, um ihren Durst zu löschen, schlug der Drache erbarmungslos zu. Auch als die Liezener und Liezenerinnen in das Wasser stiegen, trat der Drache in Aktion und das Wasser färbte sich dunkelrot vom Blut der gewaltsam ums Leben Gekommenen.
Bald mieden Mensch und Tier die Gsenklacke und der Drache wurde, weil er seinen Hunger nicht mehr stillen konnte, immer kraftloser. Er lag in der Lacke und blickte mit bösen Augen voller Hass auf das weit unten im Tal liegende Liezen. Er gab den Bewohnern die Schuld für seine missliche Lage, sein Hunger wurde immer größer.
Im Blickbereich des Drachen lag das landwirtschaftliche Anwesen des Hainzl-Ebner- Bauern, damals ein großer schöner Bergbauernhof. Eines Tages, es war ein Irchtag (Dienstag), beobachtete der Drache das tägliche Geschehen am Hof des Hainzl-Ebner-Bauern. Er bemerkte wie der große stolze Hahn seine Hühner verließ, bergwärts stolzierte und geradewegs zur Gsenklacke kam. Arglos näherte sich der Hahn der Lacke und begann, weil ihn der Aufstieg durstig gemacht hatte, gierig das köstliche Nass zu trinken. Schnapp machte der Drache mit seinem großen Maul und verschlang den Hahn.
Für einen Drachen war es ein kleiner Hahn, aber er spürte doch etwas. Er fühlte ungeheure Kräfte vom Kopf bis zum Schwanz und Blutgier erfasste ihn. Er begann mit dem Schwanz gegen das steinerne Ufer zu schlagen, lockerte weitum Fels und Geröll und löste eine riesige Lawine aus. Auf dieser Stein- und Gerölllawine ritt der Drache wild schnaubend zu Tal. Liezen wurde meterhoch verschüttet, alle Bewohner auf ewiglich begraben.
Voller Wut und Hass, voller Enttäuschung blickte der Drache um sich, er sah sich um seine Beute betrogen. Da erblickte er auf einmal ein schwer beladenes, vierspänniges Pferdefuhrwerk, vom Pyhrn kommend, auf sich zufahren. Der Kutscher schlug, als er den Drachen sah, in panischer Angst auf die Pferde ein, um im Galopp dem Drachen zu entkommen. Doch mit Mann, Ross und Wagen mitsamt der Ladung, die aus ungelöschtem Kalk bestand, verschlang der Drache seine Beute.
Der Durst nach dieser makaberen Mahlzeit war groß und dort, wo sich der Pyhrnbach aufgrund des Felssturzes aufzustauen begann, trank er Unmengen Wasser. Kurze Zeit später lag er tot am Uferrand, verätzt an seinem inneren Balg. Was fraß er auch ungelöschten Kalk?
Der Drache von der Roten Wand war der erste seiner Zunft, der nicht den Schwerttod, wie es sich für einen Drachen gehört, gestorben ist.
Die Gsenklacke gibt es zwar noch immer, sie ist aber im Laufe der Jahrhunderte ein unansehnlicher Tümpel geworden. Die Jungbrunnenquelle ist an ihrem ursprünglichen Standort versiegt, kommt aber 50 Meter nach der Abzweigung des Höllsteigerl von der Fahrstraße als kaltes Bründl wieder ans Tageslicht. Es ist ein erfrischendes kaltes Wasser, das von Almgehern gerne getrunken wird. Nur seine Wirkung als Jungbrunnen ist zum Leidwesen aller verloren gegangen.
Der Fösselvater hat beim kalten Bründl immer eine Rast eingelegt, den alten speckigen Filzhut mit dem kalten Wasser gefüllt und es mit Behagen getrunken. Er ist über 90 Jahre geworden und das in voller geistiger Frische, ob vielleicht die ursprüngliche Wirkung als Jungbrunnen doch nicht ganz verloren gegangen ist?
Heute prägt das Bild des „Drachen von der Roten Wand" das Stadtwappen von Liezen. Der Drache kann aber nichts mehr anstellen, außer mit grimmigen Blicken auf die Nachfolger seiner ehemaligen Widersacher herab zu schauen.
Nachbetrachtung:
Ich konnte mit dem Namen Sennglöckl, wo der Drache gehaust haben soll (erwähnt von Herrn, Hermann v. Wissmann) nichts anfangen. Viele alte Liezener habe ich dazu befragt, habe aber keine befriedigenden Antworten bekommen. Daher habe ich die Gsenklacke an die Stelle des Sennglöckl gesetzt. Nachdem Herr Dr. Peter Domes die Behausung des Drachen zur Gsennlegn verlegt hat, wird man auch meine Auslegung Gsenklacke akzeptieren. Die Autorin Berta Runge beschreibt in ihren Büchlein „ Aus der Schatztruhe des Volksmundes" auf Seite 31 was man unter einer Leggn versteht: „Eine Leggn ist ein Eingang für das Vieh (zu öffnen und zu verschließen)".
Drachensage nach Universitätsprofessor Hermann von Wissmann
In seiner im Oktober 2007 erschienenen Broschüre "Die Liezener Sagen" führt Rudolf Winkler über die von Universitätsprofessor Hermann von Wissmann, Sohn des Afrikaforschers, schriftlich überlieferte Sage folgendes aus:
Einmal pflügte der Kornbauer in Liezen ein Feld, plötzlich blieben die Rosse schnaubend stehen, er schaute nach, was die Tiere so schreckte und sah etwas Goldglänzendes aus dem Boden schauen; es war ein goldenes Kreuz. Dieses war das Liezener Kirchen-Kreuz, das vom Bergsturz verschüttet worden war. Um 1840 verbrannte das hölzerne Kornbauerhaus. Seit dieser Zeit ist das Kreuz verschwunden.
GebäudePyhrnstraße 13
- Adresse
- Pyhrnstraße 13
- |
- Lage
- Ehemalige Hausnummer Liezen 91 mit der Bezeichnung Schneiderhansl.
SonstigesKirchenbauverein
- Ab / Am
- 1875
Laut "Ortsbeschreibung der Gemeinde Liezen von 1875" gab es damals in Liezen einen Kirchenbauverein, der sich die Aufgabe gestellt hatte, die nötigen Gelder beizuschaffen, um ein neues und würdiges Gotteshaus bauen zu können.
Beginn der Kirchenvergrößerung
- 1910
„Der Ennstaler" berichtet am 11.12.1910 in der Nr. 50 über den Kirchenbau in Liezen mit Text und Fotos:
Liezen ist Jedermann mit seinem alten, schon dem Verfalle nahen Häuschenrundbau, die Kirche engumschließend, seit Jahrzehnten bekannt und soll in seiner charakteristischen alten Bauform in Erinnerung bleiben. Der Kirchenbauverein hat deshalb diese alte Stätte im Bilde festhalten lassen und bietet sie als etwas „Gewesenes" dem Beschauenden nunmehr dar, denn, wie das zweite Bild besagt, sind sie im Abbruche begriffen und Neues, Schönes, eine Zierde des Ortes, die neue Pfarrkirche soll an dessen Stelle kommen. Mit dem Beginne dieses Häuserabbruches hat auch der Kirchenbau seinen Anfang genommen, denn nun gibt es kein Zurück mehr, sondern nur ein Vorwärts in dieser schwierigen Bausache. Nur ein allgemeines Interesse, ein allgemeines Zusammenhelfen aller Ortsinsassen und mit dem Orte Liezen Sympathisierenden und allgemeine Opferwilligkeit derselben werden die massenhaften Schwierigkeiten überwinden. Das walte Gott!
Lieber Leser, wenn Du ein gutes Werk tun willst, erinnere Dich des notleidenden Kirchbauvereines in Liezen. Wenn im Frühjahr dann der eigentliche Bau begonnen hat und wir wieder Bilder vom fortgeschrittenen Bau bringen, kann Dich der Gedanke beglücken, auch etwas zur Verherrlichung Deines Glaubens, zur Errichtung eines Denkmals der Liebe zu Gott, mit beigetragen zu haben.
Durch den Sammeleifer des neuen Herrn Pfarrers Josef Eder, wurden seit Okt. 14.000 K aufgebracht, worunter sich die großmütige Spende Ihrer Exzellenz Frau Marie Dumba und Ihrer Tochter, Frl. Irene Dumba, mit zusammen 6.000 K befindet, sodass ungefähr 67.000 K einem Bedarfe von 95.000 K (die Einrichtung nicht mitgerechnet) gegenüberstehen. Es bedarf daher noch einer eifrigen Sammeltätigkeit und vieler großmütiger Spenden um den Fehlbetrag zu decken.
Ergänzung zu 1910 von Margarete Aigner:
Infolge des bevorstehenden Umbaues der Kirche wurden die zwei Häuser
„Kirchenschuster" und „Sattler" niedergerissen.
Quelle: Gemeindechronik 1910
Verfasser: Karl Hödl, 05.03.2026
Kircheneinweihung
- 28.07.1912
Sowohl Pfarrer Eder als auch der Kirchenbau-Verein und Bürgermeister Gustav Größwang jun. waren die treibenden Kräfte für die schon seit Jahrzehnten notwendig erachtete Vergrößerung der Kirche. Das Kirchengebäude erfuhr dadurch eine Erweiterung um 12 Meter gegen die Hauptstraße hin und wurde durch den Zubau der Seitenkapellen auch in der Breite vergrößert. Das Kircheninnere erhielt ein Kreuzrippengewölbe. Fürst-Bischof Leopold Schuster nahm am 28. Juli 1912 die Weihe des vergrößerten Gotteshauses vor. Die gesamten Baukosten hatten 200.000 Kronen betragen, die durch Sammlungen, Darlehen und Barmitteln des Kirchenbau-Vereines gedeckt wurden.
Quelle: StadtchronikVerfasser: Karl Hödl, 05.03.2026
SonstigesBeherbergungsbetriebe
- Ab / Am
- 1902
Die „Illustrierten Fremden-Zeitung" vom 25.01.1902 berichtete, dass es in Liezen folgende Beherbergungsbetrieb gab:
„Hotel Fuchs", vormals Gasthof „Goldenes
Ross", Neubau mit 18 Fremdenzimmern, vorzügliche Küche und Keller.
Gasbeleuchtung. Bäder im Hause, ebenso Fahrgelegenheit. Herren- und
Damenfahrräder leihweise. Fuchs, Hotelier.
Hotel „Zur Post", bekannt gut geführtes Haus mitten im Orte. Komfortable Zimmer für Passanten und Sommergäste. Spezialitäten, vorzügl. Tiroler Weine. Sehr gute Küche. Stets frisches Bier. Mich. Pugneth.
Privat-Pension Spiller, in herrl. Alpengegend gelegen, bietet Damen, Herren und Familien außerordentl. angenehmen Sommer- und Herbstaufenthalt. Aur. Spiller, Besitzerin.
Cafe Wakonigg. Den Einheimischen und Fremden bestens empfohlen.
Matlschweiger's Gasthof. Schöner Garten mit Kegelbahn und Sommerveranda. Gute Küche u. Keller.
Beherbergungsbetriebe 1910
- 1910
In einer Beschreibung des Ortes mit Umgebung und Gebäuden werden folgende Aufenthaltsmöglichkeiten angeführt:
Hotel Post (Klosett, Azetylen),
Hotel Fuchs (Klosett, Azetylen),
„Zum goldenen Hirschen" (elektrisches Licht),
Schlamadinger (Fleischhauerei, sehr gute Küche, beste Weine, elektrisches Licht, Klavier, Zimmerpreis 1 - 2 K),
Keller (Brauhaus, elektrisches Licht),
Matlschweiger,
Oberaigner (Besitzer des Elektrizitätswerkes),
Lindmeier (Fleischhauerei, elektrisches Licht, sehr billig, Zimmer 60 h bis 1 K),
Schragl (Fleischhauerei),
Steiner (Bahnhof-Restauration),
Cafe Wakonigg (modern, elektrisches Licht, sehr empfehlenswert).
Quelle: Stadtchronik 1910
Verfasser: Karl Hödl, 05.03.2026
SonstigesWintersportverein
- Ab / Am
- 09.10.1909
Der Wintersportverein Liezen wurde am 09.10.1909 gegründet.
Auszug aus dem Protokoll über die im Sonderzimmer des Gasthofes „Fuchs" stattgefundene Gründung- und zugleich 1. Hauptversammlung des Wintersportvereines Liezen:
Bei der vorgenommenen Wahl wurden in die Vereinsleitung gewählt:
Obmann: Herr Dr. Eduard Fugger;
Obmannstellvertreter: Herr Hans Schlamadinger;
Zahlmeister: Herr Alois Maischberger;
Schriftführer: Herr Hermann Beier;
Sportwarte: August Herbst, Josef Fuchs, Richard Steinhuber und Franz Wakonigg.
Der Mitgliedsbeitrag sollte 2 Heller betragen. Herr Wakonigg regte zum Beitritt in den Verband deutscher Schlittensportvereine an.
SonstigesStadtarchiv Liezen
- Ab / Am
- 1964
Im Österreichischen Staatsarchiv wird über das Stadtarchiv folgendes angeführt:
Stadtarchiv Liezen
Kulturhausplatz 2
8940 Liezen
Tel.: +43-664 28 40 888
Tel.: +43-3612 228 81 80
E-Mail: stadtarchiv@liezen.gv.at oder karl.hoedl@liezen.at
Untergebracht ist das Archiv im Volksschulgebäude, Kulturhausplatz 2.
Website:
www.liezen.at
Weitere Informationen unter "Stadtchronik".
Öffnungszeiten:
Keine regelmäßigen Öffnungszeiten, gegen telefonische Vereinbarung aber jederzeit (auch am Wochenende) möglich.
Kontaktpersonen:
Karl Hödl, Mag. Katharina Ernecker
Kopiermöglichkeiten:
Schwarz-weiß Kopien bis Größe A4 jederzeit möglich, größere Formate im Rathaus möglich.
Bestände:
Archiv des Rathauses
Archiv von Stadtmarketing und Tourismusverband
Archiv des Werkssportvereines Liezen
Sammlung historischer Fotos von Liezen
Chronologische Sammlung von Zeitungsausschnitten über Liezen
Sammlung von Unterlagen zum Liezen
Lexikon Sammlung von Fotos und Filmen von Foto Baumgartner
Sammlung von Zeitungsberichten von Roland Pirkenau
Seit 29.02.2024 ist außerdem die topothek Liezen online. Dabei handelt es sich um eine online-Sammlung von Fotos und Videos aus Liezen und Weißenbach. Diese Sammlung wird laufend ergänzt und ist abrufbar unter https://liezen.topothek.at/
Geschichte des Archivs:
1964 durch Stadtamtsdirektor Rudolf Polzer angelegt. Nach seiner Pensionierung ehrenamtliche Weiterführung bis zu seinem Tode im Jahre 2005. Danach Weiterführung, Einführung der elektronischen Speicherung und Übersiedlung in die nunmehrigen Räumlichkeiten durch seinen Nachfolger Karl Hödl. Seine Nachfolgerin ist seit 01.12.2022 Mag. Katharina Ernecker.
Geschichte des Archivs
- 1907
In einer Sitzung des Gemeindeausschusses (Punkt 10 ad 2) im Oktober 1907 wurde erwähnt, dass im Erdgeschoss der Amtsräumlichkeiten in einer Kammer ein Archiv vorhanden sei.
Das heutige Archiv wurde unter dem Namen "Stadtchronik" 1964 durch Stadtamtsdirektor Rudolf Polzer angelegt. Nach seiner Pensionierung ehrenamtliche Weiterführung bis zu seinem Tode im Jahre 2005. Danach Weiterführung, Einführung der elektronischen Speicherung und Übersiedlung in die nunmehrigen Räumlichkeiten durch seinen Nachfolger Karl Hödl. Seine Nachfolgerin ist seit 01.12.2022 Mag. Katharina Ernecker.
SonstigesFrühmittelalterliches Grab im Oberdorf
- Ab / Am
- 09. Jahrhundert
Von Herrn Josef Gruber wurde 1999 eine Fundmeldung über ein menschliches Skelett erstattet. Untersuchungen des Bundesdenkmalamtes ergaben ein frühmittelalterliches Frauengrab (um 800 bis 1. Hälfte 9. Jahrhundert nach Christus) mit reichen Beigaben (Eisenmesser, Halskette aus verschieden gestalteten Glasperlen, bronzener Ohrenring). Die Beigaben des Frauengrabes sind der bislang einzige materielle Beleg der frühmittelalterlichen Geschichte der Bezirkshauptstadt Liezen.
SonstigesELI Einkaufszentrum Liezen
- Ab / Am
- 13.10.2016
Östlich des Bahnhofgebäudes bis zum Pyhrnbach befanden sich mehrere Geschäfte. Das größte davon war Kastner & Öhler. Seit 2012 gab es Überlegungen, die bisher einzeln stehenden Geschäfte abzutragen und in einem neuen großen Shoppingcenter zusammen zu fassen. Die Diskussion über dieses Projekt verlief so, dass die SPÖ - Gemeinderatsmehrheit mit Bürgermeister Hakel an der Spitze dem Vorhaben positiv gegenüberstand, während die ÖVP - Fraktion einen Planungsstopp verlangte. Die Wirtschaftskammer lehnte das Projekt ebenfalls ab, weil sie eine Verlagerung von Geschäften aus dem Zentrum in dieses neue Einkaufszentrum befürchtete. In der Gemeinderatssitzung vom 14. Mai 2013 wurde mit den Stimmen der SPÖ, der LIEB und der FPÖ die Voraussetzungen für die Schaffung eines Einkaufszentrums geschaffen. Am 13. Oktober 2016 eröffnete das ELI am Standort Salzburger Straße 1 mit einer großen Eröffnungsfeier.
Als Hauptpreis gab es einen Seat Leon zu gewinnen.Eigentümer und Geschäftsführer sind Stefan Rutter und Christian Harisch. Es wurden rund 600 Parkplätze und 400 Arbeitsplätze geschaffen, Leiterin des Centers war von Beginn an Daniela Schlemmer, später gemeinsam mit Christoph Fail. Mit über 50 Geschäften und Gastronomiebetrieben ist es das modernste Einkaufszentrum der Region.
Center-Managerin 2021: Mag. (FH) Maria Prims
Shops im ELI
- 13.10.2016
Mode:
Orsay, Tom Tailor, New Yorker, Fussl, Charles Vögele, Two Fellas, Dressmann, Hunkemöller, Colloseum, Coma, mister*lady, BIK BOK, Cecil, Kastner & Öhler, Cocooni
Sport:
Northland, Gigasport
Schuhe, Taschen, Accessoires:
Le Clou, Bujou Brigitte, CCC, Humanic, Uhrwerk Wimmer, Taschen Look,
Lebensmittel:
BILLA, Tchibo
Buch, Spiel & Dekoration:
Nanu Nana, Libro, Thalia, Depot
Technik, Kommunikation & Optik:
Pearle, Media Markt, Wutscher, A1, MCI Handy Partner
Dienstleistungen:
Trafik, TUI Reisebüro
Gastronomie:
The Italia, Sajado, ELI`s Döner, Sorger, Bellagio,
Oliver Haid
- 25.08.2017
Media Markt brachte den Schlagersänger Oliver Haid ins ELI. Er stellte sein neues Album "Der Ruf meines Herzenes" vor.
Quelle: Woche Ennstal, 24.08.2017
Vero Moda
- 02.2020
Im Februar 2020 eröffnete im ELI eine Filiale des Modegeschäfts Vero Moda. Der Store wurde mit nordischem Design ausgestattet. In den ersten Tagen wurden Snacks, Drinks und Goodies sowie Gewinnspiele angeboten.
Quelle: Woche Ennstal, 05.03.2020
Rutter GmbH als bester Centermanager Österreichs
- 2024
Zum elften Mal in Folge wurde die Rutter GmbH als bester Centermanager Österreichs geehrt. Die Wahl auf den ersten Platz erfolgte hinsichtlich Kompetenz und Leistungsstärke beim Betreiben von Einkaufszentren (Vermietung, Management und Marketing) im Rahmen des Shoppingcenter Performance Reports Österreich von den befragten Mieterinnen und Mietern. Die Befragung führte die ecostra GmbH durch, es wurden 157 Standorte österreichweit befragt. Centermanagerin Maria Prims nahm den Preis entgegen.
Quelle: Mein Bezirk vom 03./04.07. 2024, S. 24.
Filialschließung Giga Sport und LIBRO
- 08.2025
Rutter GmbH als bester Centermanager Österreichs
- 10.2025
Bereits zum zwölften Mal in Folge wurde die Rutter Center Management GmbH im Rahmen des renommierten Shoppingcenter Performance Report Österreich zum besten Betreiber von Einkaufszentren des Landes gekürt.Der jährlich von der Wirtschaftsberatung ecostra GmbH (Wiesbaden) erhobene Branchenreport gilt als wichtigster Maßstab im österreichischen Einzelhandel. Bewertet werden unter anderem Vermietungskompetenz, Managementqualität, Marketingaktivitäten sowie die gesamte operative Leistung. Über 150 Shoppingcenter und Retail Parks wurden dabei im Jahr 2025 analysiert.
Quelle: Mein Bezirk/Steiermark vom 15./16. Oktober 2025, S. 13.
Eröffnung TEDI-Filiale
- 06.03.2026
Standort Obergeschoß, Nähe Eingang Parkdeck.
SonstigesSchuhhaus Schupfer
- Ab / Am
- 1966
1929: Adolf Schupfer eröffnet eine Maßschuhmacherei in Rottenmann.
1938: Erwerb des Hauses Rottenmann 60 und Beginn des Schuhhandels neben der Schuhmacherwerkstätte.
1952: Beginn der Schuhmacher- und Handelslehre des Nachfolgers Fridolin Schupfer.
1962: Adolf Schupfer wird Mitglied der Ring Schuh- Einkaufsgenossenschaft, damals Österreichs größte Schuhverbandsgruppe.
1966: Fridolin Schupfer übernimmt die Firma und eröffnet die Zweigstelle in Liezen, Hauptplatz 5.
1982: Einstieg der Tochter Gabriele Draxler in die Firma.
1987: Beginn der Handelslehre von Sohn Klaus Schupfer in der Firma.
1988: Gründung einer GmbH, in welcher Gattin Christiane, Tochter Gabi und Sohn Klaus in die Firma eingebunden werden.
1999: Firmenchef Fridolin Schupfer geht in den Ruhestand und übergibt Gabi und Klaus die Firma in die nun 3. Generation.
2002: Ausscheiden von Gabriele Draxler aus der Firma.
2002: Eröffnung eines Onlineshops speziell für Feuerwehr Wettkampfschuhe.
2005: Ausscheiden von Christiane Schupfer. Die GmbH wurde aufgelöst und in ein Einzelunternehmen umgegründet. Klaus Schupfer ist nun alleiniger Firmeninhaber.
2010: Erweiterung des Onlineshops, damit wird der grenzenlose Handel im deutschsprachigen Raum ermöglicht.
2013: Übersiedlung der Filiale auf den neuen Standort Fronleichnamsweg 4 (vormals Huemer und dann Höpflinger).
20 Jahre Schupfer Schuhe
- 2026
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Einzelunternehmens Schupfer Schuhe in Liezen wurde dem Betrieb eine Jubiläumsurkunde der Wirtschaftskammer Steiermark überreicht. Die feierliche Ehrung erfolgte durch Regionalstellenobmann Egon Hierzegger und Regionalstellenleiter Christian Hollinger an Klaus Schupfer, Inhaber des Unternehmens, am Standort Fronleichnamsweg 4 in Liezen.
Obwohl das Einzelunternehmen 2005 gegründet wurde, blickt die Familie Schupfer auf eine weit längere Tradition im Schuhhandel zurück. 1929 eröffnete Adolf Schupfer in Rottenmann eine Maßschuhmacherei und erweiterte 1938 sein Geschäft mit dem Handel von Schuhen. Sohn Fridolin Schupfer trat 1952 in die Lehre ein, übernahm die Firma 1966 und eröffnete gleichzeitig eine Zweigstelle in Liezen. In den folgenden Jahrzehnten wurden Tochter Gabriele Draxler und Sohn Klaus in die Unternehmensführung eingebunden, und 1988 wurde die Firma als GmbH organisiert. Nach dem Ruhestand von Fridolin Schupfer ging das Unternehmen in die dritte Generation, bis 2005 Klaus Schupfer das Einzelunternehmen übernahm. Seit 2010 führt er das Geschäft gemeinsam mit Petra Schupfer.
2013 wurde der moderne 200 m² große Mehrmarkenstore am Fronleichnamsweg eröffnet, der bis heute das Zentrum des Schuhhandels bildet. Besonderen Fokus legt das Einzelunternehmen seit 2002 auf den Onlineshop für Feuerwehr-Wettkampfschuhe.
Das Einzelunternehmen wird von Klaus Schupfer und Petra Schupfer gemeinsam geführt und steht seit zwei Jahrzehnten für hochwertige Produkte, persönliche Beratung und ausgezeichneten Service.
Die Wirtschaftskammer würdigte mit der Jubiläumsurkunde für 20 Jahre nicht nur die Beständigkeit des Betriebs, sondern auch die lange Tradition der Familie Schupfer in der regionalen Schuhbranche.
Regionalstellenleiter Christian Hollinger betonte anlässlich der Ehrung:
„Schupfer Schuhe steht beispielhaft für unternehmerische Kontinuität, Innovationskraft und gelebte Regionalität. Über Generationen hinweg wurde hier nicht nur Fachkompetenz im Schuhhandel aufgebaut, sondern auch ein starkes Vertrauensverhältnis zur Kundschaft entwickelt. Gerade in Zeiten struktureller Veränderungen im Einzelhandel sind Betriebe wie dieser ein wesentlicher Stabilitätsfaktor für unseren Wirtschaftsstandort im Raum Liezen. Das Engagement und die konsequente Weiterentwicklung des Unternehmens verdienen höchste Anerkennung."
Quellen: Lifestyle+ Nr. 387, März 2026, S. 17.
https://www.arf.at/2026/02/12/20-jahre-schupfer-schuhe-jubilaeum-eines-traditionsreichen-schuhhandels-in-liezen/ (Stand: 05.03.2026)
SonstigesReparaturcafe
- Ab / Am
- 2026
Laut Bericht in der Zeitung "Meine Woche" vom 04./05.03.2026 beabsichtigt Gemeinderat Josef Gruber (Grüne), in seinem Feslhof, Oberdorfer Straße 4, im Mai 2026 ein "Reparaturcafe" zu eröffnen. Neben der Reparatur von Alltagsgegenständen soll das "Dorf Liezen" auch zum geselligen Beisammensein beitragen.
GebäudeGrimminggasse
Wichtige innerstädtische Straße vom Zentrum in das westliche Siedlungsgebiet. Beginnt bei der Döllacher Straße und führt mit Ausnahme einer Verwinkelung bei der Siedlungsstraße geradeaus bis zum westlichsten Teil des Dr.-Karl-Renner-Ringes. Ab dort wird die Straße, obwohl sie weiterhin geradeaus führt, fortgesetzt von der Albshausener Straße. Benennung der Grimmingstraße deshalb, weil sie vom Stadtzentrum aus in Richtung des Berges Grimming führt.
Geschwindigkeitsbeschränkung
Quelle: Zeitung "Mitanond" der ÖVP Liezen vom November 2022.
Verfasser: Karl Hödl, 22.11.2022
SonstigesTEDi
- Ab / Am
- 24.08.2018
Die Firma TEDi wurde 2004 in Dortmund gegründet. Am 24.08.2018 eröffnete eine Filiale in Liezen, Fronleichnamsweg 9.
Angeboten werden Deko, Haushalt, Schreibwaren und Do-It-Yourself-Artikel.
Am 06.03.2026 übersiedelte die Tedi-Filiale in das ELI (Einkaufszentrum Liezen).
SonstigesGastwirte
- Ab / Am
- 1899
Im Adventkalender der Bezirkshauptmannschaft Liezen von 1899 sind folgende
Gastwirte angeführt:Brunleitner Simon; Eßl Martin; Fuchs Josef; Jaritz Filipp; Keller Carl; Köberl Anna; Kröller Johann; Lindmayer Peter; Maschek Franziska; Matlschweiger Michael; Oberaigner Johann; Pugneth Michael; Rindorfer Anastasia; Schlamadinger Johann; Schragl Engelbert; Schulter Caspar; Vasold Engelbert; Weikl Rupert.
Pyhrn:
Eßl Alois
Weißenbach:
(Post Liezen, Schule)
Stangl Ambros; Weichbold Marie.
SonstigesGemischtwarenhandlungen
- Ab / Am
- 1899
Im Adventkalender der Bezirkshauptmannschaft Liezen von 1899 sind folgende
Gemischtwarenhandlungen angeführt:Brandmüller Liberat; Gaßner Caroline; Maischberger Alois; Schmiedbauer Peter; Stonitsch Johann; Vasold Ferdinand.
Weißenbach:
Srebernigg Katharine; Vasold Ferdinand.
SonstigesFleischer
- Ab / Am
- 1899
Im Adventkalender der Bezirkshauptmannschaft Liezen von 1899 sind folgende
Fleischer angeführt:Lindmayer Peter; Schlamadinger Johann; Wakonigg Johann.
SonstigesGesangsverein
- Ab / Am
- 1878
Im Buch „Die eherne Mark" von Ferdinand Krauss wurde berichtet, dass es in Liezen einen Gesangsverein gab, der 1878 gegründet wurde. Er feierte am 16. und 17.05.1880 laut Gemeindechronik im Gasthaus Lindmeyer sein zweijähriges Bestehen.
In der Gemeindechronik finden sich folgende weitere Einträge über den Gesangsverein:
26.05.1881
Der hiesige Männergesangs -Verein inszenierte im Hotel Post zu Gunsten der durch Brand geschädigten Bewohner Rottenmanns ein Konzert, das gut besucht war und einen Reinertrag von 60 Fl. abwarf, welches obiger Stadt sofort übermittelt wurde.
06.06.1881
Pfingstmontag. Den schönen Tag benützend, unternimmt der hiesige Gesangsverein einen Ausflug nach dem benachbarten Döllach.
07.08.1881
Das im Hotel Post vom hies. M. - Gesangsverein abgehaltene Konzert, dessen Reinerträgnis (50 Fl.) dem Verschönerungsverein zufiel, erfreute sich eines glänzenden Besuches.
21.08.1881
Die vom hies. Gesangsvereine nach Wörschach unternommene Sängerfahrt erfreute sich einer zahlreichen Beteiligung von Nah und Fern.
08.12.1881
Der hiesige Männergesangsverein hielt im Hotel Post eine gut besuchte Liedertafel ab.
31.12.1881
Mit einem vom hies. Leseverein in Verbindung mit dem Gesangsvereine arrangierten, im Hotel Post abgehaltenen Silvesterabende, schließt 1881 u. beginnt 1882.
1882
Der vom hiesigen Lese- in Verbindung mit dem Gesangvereine im Hotel Post inszenierte „Faschingsabend" fiel sehr gelungen aus. Unter den Nummern des Programms war vom zahlreichen Publikum Engelsburgs, „Dr. Heine" besonders warm aufgenommen.
21.05.1882
Der hiesige, emsig tätige Gesangsverein hielt im Hotel Post ein sehr gut besuchtes Konzert ab.
08.12.1882
Ein vom hiesigen Gesangsverein im Hotel Post abgehaltenes Konzert fiel zur größten Zufriedenheit der Zuhörer aus.
11.03.1883
Der hiesige Männergesangverein gibt im Hotel Post ein Concert, das sehr besucht war.
19.03.1883
Wieder gilt der Abend einem Scheidenden. Herr Alois de la Motte, Volksschullehrer, Gründer und Chormeister des hiesigen Gesangvereines, verlässt uns, um sein neues Heim in Frohnleiten zu beziehen. Sämtliche Mitglieder des Gesangsvereines, sowie eine große Anzahl der dankbaren Bewohner sind im Hotel Post versammelt, um dem verdienstvollen Scheidenden den Abschiedsgruß, verbunden mit den besten Wünschen für eine frohe Zukunft entgegenzubringen. Der Gesangsverein überreichte demselben ein Andenken und ernannte ihn zu seinem Ehrenmitglied.
10.06.1883
Der heute vom hiesigen Gesangsverein nach Aigen unternommene Ausflug war sehr animiert.
16.01.1884
Der hiesige Gesangverein veranstaltet im Hotel Post eine animierte Fasching - Liedertafel.
01.03.1884
Die heute im Hotel Post abgehaltene Liedertafel war sehr gut besucht.
02.03.1884
Der hiesige Gesangverein unternimmt eine Spritzfahrt nach Rottenmann.
31.08.1884
Das vom hiesigen Gesangsvereine veranstaltete Konzert war sehr gut besucht.
07.12.1884
Am 07.12.1884 fand im Gasthaus "Zur Post" eine Liedertafel des Männergesangsvereines statt.
03.11.1895
Zugunsten der durch einen Brand geschädigten Personen veranstaltete der Männergesangverein ein Wohltätigkeitskonzert, an dem auch der Männergesangsverein Rottenmann mitwirkte. Nach ihrer Ankunft in Liezen begab sich der Chor aus Rottenmann zu Nikolaus Dumba, um diesen ein Ständchen zu bringen. Es wurden die beiden Chöre „Wunderselige Frühlingszeit" und „Wohin mit der Freud'?" vorgetragen. Herr Dumba dankte mit sichtlicher Freude für die Ehrung und zollte den Sängern außerordentliches Lob. Herr Artner dankte ihm für die schöne Jubiläumsspende und die ehrende Anerkennung. Um 4 Uhr begann das Konzert. Herrn Kellers geräumiger Saal war bis aufs letzte Plätzchen besetzt.
Quelle: Grazer Tagblatt vom 06.11.1895 (stark gekürzt).
(Nachtrag von Karl Hödl vom 24.03.2021).
23.03.1896
Heute starb Herr Anton Aigner, Schulleiter in Weißenbach, im 33. Lebensjahre.
Mittwoch, den 25., wurde derselbe unter Beteiligung einer großen Menschenmenge zu Grabe getragen. Der hiesige Gesangverein, dessen Mitglied der Verstorbene einst war, brachte einen Trauerchor zum Vortrage.
18.05.1898
Zum 20-Jahre-Jubiläum des Männergesangsvereines fand eine Fest-Liedertafel statt.
SonstigesLandtagswahlen
Der Landtag übt die Gesetzgebung des Landes einschließlich der Verfassungsgesetzgebung aus. Aufgrund der steirischen Landesverfassung werden alle fünf Jahre 56 Abgeordnete in dieses Haus gewählt.
Landtagswahl 1896
- 1896
24.09.1896
Die Wahlschlacht ist vorbei. Sie endete mit dem Sieg des Kandidaten der Deutschen Volkspartei, des Bürgermeisters Gustav Größwang in Liezen. Als es am Vortag der Wahl bekannt wurde, dass die Judenhochburg Aussee plötzlich einen eigenen Kandidaten aufstellte, ging ein Schrei der Entrüstung durch das gesamte Enns- und Paltental. Die Wahl selbst aber bewies, wie man im steirischen Oberlande noch deutsches Manneswort hochhält. Am Abend des Wahltages brachte die Feuerwehr Liezen im Verein mit der Gemeindevertretung und den Beamten dem gewählten Abgeordneten Größwang einen Fackelzug. Der Fackelzug bewegte sich dann durch den Markt. In seiner Mitte schritt der neugewählte Landtagsabgeordnete.
Quelle: Grazer Tagblatt vom 26.09.1896 (stark gekürzt).
(Nachtrag von Karl Hödl vom 24.03.2021)
Landtagswahl 1949
- 09.10.1949
Ergebnis der Landtagswahl 1949 in Liezen:
SPÖ: 1.035
ÖVP: 993
FPÖ: 441
Sonstige: 40
Landtagswahl 1953
- 22.02.1953
Ergebnis der Landtagswahl 1953 in Liezen:
SPÖ: 1.383
ÖVP: 950
FPÖ: 510
Sonstige: 63
Landtagswahl 1957
- 10.03.1957
Ergebnis der Landtagswahl 1957 in Liezen:
SPÖ: 1.600
ÖVP: 1.086
FPÖ: 313
Sonstige: 34
Landtagswahl 1961
- 12.03.1961
Ergebnis der Landtagswahl 1961 in Liezen:
Abgegeb. Stimmen: 3.359
Ungültige Stimmen: 52
Gültige Stimmen: 3.307
SPÖ: 1.632
ÖVP: 1.097
KPÖ: 112
FPÖ: 466
Landtagswahl 1965
- 14.03.1965
Ergebnis der Landtagswahl 1965 in Liezen:
SPÖ: 1.785
ÖVP: 1.180
FPÖ: 380
Sonstige: 121
Landtagswahl 1970
- 15.03.1970
Ergebnis der Landtagswahl 1970 in Liezen:
4.115 Wahlberechtigte (1.923 Männer, 2.192 Frauen)
Abgegebene Stimmen
Ungültige Stimmen
Gültige Stimmen
Parteisummen:
1.255 Österreichische Volkspartei
2.076 Sozialistische Partei Österreichs
470 Freiheitliche Partei Österreichs
31 Kommunisten und Linkssozialisten
3 Nationaldemokratische Partei
Landtagswahl 1974
- 20.10.1974
Ergebnis der Landtagswahl 1974 in Liezen:
SPÖ: 1.862
ÖVP: 1.732
FPÖ: 387
Sonstige: 41
Landtagswahl 1978
- 08.10.1978
Ergebnis der Landtagswahl 1978 in Liezen:
SPÖ: 1.938
ÖVP: 1.874
FPÖ: 441
Sonstige: 26
Landtagswahl 1981
- 04.10.1981
Ergebnis der Landtagswahl 1981 in Liezen:
SPÖ: 2.300
ÖVP: 1.602
FPÖ: 331
Sonstige: 28
Landtagswahl 1986
- 21.09.1986
Ergebnis der Landtagswahl 1986 in Liezen:
SPÖ: 2.339
ÖVP: 1.641
FPÖ: 292
Grüne: 157
Sonstige: 84
Landtagswahl 1991
- 22.09.1991
Ergebnis der Landtagswahl 1991 in Liezen:
SPÖ: 1.962
ÖVP: 1.212
FPÖ: 812
Grüne: 238
Sonstige: 126
Landtagswahl 1995
- 17.12.1995
Ergebnis der Landtagswahl 1995 in Liezen:
SPÖ: 1.954
ÖVP: 956
FPÖ: 762
Grüne: 277
Liberale: 190
Sonstige: 88
Landtagswahl 2000
- 15.10.2000
Ergebnis der Landtagswahl 2000 in Liezen:
Stimmberechtigte: 5.232
Abgegeb. Stimmen: 3.611
Wahlbeteiligung: 69.02%
Ungültige Stimmen: 53
Gültige Stimmen: 3.558
ÖVP: 1.331
SPÖ: 1.492
FPÖ: 500
GRÜNE: 187
LIF: 27
KPÖ: 10
ÖNP: 11
Landtagswahl 2005
- 02.10.2005
Ergebnis der Landtagswahl 2005 in Liezen:
Stimmberechtigte: 5.303
Abgegeb. Stimmen: 3.734
Wahlbeteiligung: 70.41 %
Ungültige Stimmen: 46
Gültige Stimmen: 3.688
ÖVP: 1.099
SPÖ: 2.032
FPÖ: 158
GRÜNE: 126
KPÖ: 122
Liste Hirschmann: 101
BZÖ: 50
Landtagswahl 2010
- 26.09.2010
Ergebnis der Landtagswahl 2010 in Liezen:
Stimmberechtigte: 5.287
Abgegeb. Stimmen: 3.238
Wahlbeteiligung: 61,24 %
Ungültige Stimmen: 41
Gültige Stimmen: 3.197
SPÖ: 1.586
ÖVP: 849
KPÖ: 102
GRÜNE: 127
FPÖ: 363
BZÖ: 115
PUMA: 25
CPÖ: 30
Landtagswahl 2015
- 31.05.2015
Ergebnis der Landtagswahl 2015 in Liezen:
Stimmberechtigte: 6.084
Abgegeb. Stimmen: 3.473
Wahlbeteiligung: 57,08 %
Ungültige Stimmen: 26
Gültige Stimmen: 3.447
SPÖ: 1.350
ÖVP: 693
FPÖ: 933
GRÜNE: 236
KPÖ: 133
FRANK: 41
Neos: 61
Landtagswahl 2019
- 24.11.2019
Ergebnis der Landtagswahl 2019 in Liezen:
Stimmberechtigte: 5.854
Abgegebene Stimmen: 2.778
Wahlbeteiligung: 47,45 %
Ungültige Stimmen: 25
Gültige Stimmen: 2.753
SPÖ: 901
ÖVP: 839
FPÖ: 493
GRÜNE: 223
KPÖ: 133
Neos: 164
Landtagswahl 2024
- 24.11.2024
Ergebnis der Landtagswahl 2024 in Liezen:
Wahlberechtigte: 5.577
Abgegebene Stimmen: 3.504
Wahlbeteiligung: 62,83 %
Ungültige Stimmen: 21
Gültige Stimmen: 3.483
SPÖ: 878
ÖVP: 733
FPÖ: 1.381
GRÜNE: 155
KPÖ: 140
Neos: 196
GebäudeWerkstraße 05
- Errichtet
- 25.12.1939
- |
- Adresse
- Werkstraße 5
- |
- Lage
EZ 235, 237 und 250 KG Reithtal.
Stahlwerk im Südosten der Stadt auf zuvor landwirtschaftlich genutzten Gründen.
Namen des Werkes und Eigentümer seit 1939:
1939 - 1946 Schmidhütte Liezen, Schmid & Co. KG.
Eigentümer bis Kriegsende:
Dipl.-Ing. August Schmid-Schmidsfelden (40 Prozent),
Walter Schmid-Schmidsfelden sen. (10 Prozent) und
Walther Schmid-Schmidsfelden jun. (50 Prozent)
Eigentümer nach Kriegsende: Republik Österreich
1946 - 1953 Hütte Liezen Ges.m.b.H., Eigentümer: Republik Österreich
1. 1. 1954 - 31. 12. 1963 Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke AG, Werk Liezen,
Eigentümer: Republik Österreich
1. 1. 1964 - 31. 12. 1972 VÖEST - Werk Liezen, Eigentümer: Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke
1. 1. 1973 - 15. 3. 1987 VOEST - Alpine AG - Werk Liezen, Eigentümer: VOEST - Alpine AG
16. 3. 1987 - 30. 9. 1989 Noricum Maschinenbau und Handel GmbH, (Tochtergesellschaft der VOEST Alpine AG)
1. 10. 1989 - 31. 12. 1990 Maschinenfabrik Liezen Ges.m.b.H., (Tochtergesellschaft der VOEST Alpine AG)
1. 1. 1991 - 31. 3. 1993 Maschinenfabrik Liezen Ges.m.b.H., Eigentümer: Gewerke Emmerich Assmann
1. 4. 1993 - 31. 8. 1994 Maschinenfabrik Liezen Ges.m.b.H., Eigentümer: Dr. Johannes Zierer und Ing. Kurt Bischof
1. 9. 1994 - 30. 11. 1994 Maschinenfabrik Liezen Ges.m.b.H.
(Abwicklung des Konkursverfahrens durch Masseverwalter Dr. Erwin Bajc)
5. 12. 1994 - Maschinenfabrik Liezen und Gießerei Ges.m.b.H.,
Eigentümer: Erwin Haider, Mag. Ing. Heinrich Obernhuber und Firma Krünes Consulting GmbH.
Der Ausbau erfolgte während des Zweiten Weltkrieges stufenweise, wobei die Produktion schon am 24. 12. 1939 aufgenommen wurde, bevor noch die erste Halle fertiggestellt war.
In seiner Abhandlung "Die Schmidhütte Liezen 1938 - 1945" schreibt Konrad Klötzl:
Das Werk bestand 1945 aus einer 10.374 m2 großen Stahlwerks- und Gießereihalle und einer 7.532 m2 großen Halle, in der die Putzerei, Glüherei, Vergüterei und mechanische Werkstätte und Lehrwerkstätte untergebracht waren. Weiter gab es mehrere Holzbaracken, die als Magazine, Herdplattenfabrik und Büros dienten. Andere Nebenbauten dienten für Transformatoren, Kessel- und Generatorenanlagen, das Pumpenhaus und die Preßluftanlage.
GebäudeKulturhausplatz
- Errichtet
- 12.04.1994
- |
- Adresse
- Kulturhausplatz
Platz zwischen Kulturhaus und Volksschulgebäude, hieß vorher Volkshausstraße. Die Namensänderung wurde durch die Änderung des Namens des Veranstaltungsgebäudes von "Volkshaus" auf "Kulturhaus" notwendig .
Gemeinderatsbeschluss: 12.04.1994
