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Unter Pyhrnbahn versteht man laut Wikipedia die Bahnstrecke Linz - Rohr-Bad Hall - Selzthal, sie durchquert größere Teile der Bundesländer Oberösterreich und Steiermark, die Strecke wird bei den Österreichischen Bundesbahnen zu deren Kernnetz gezählt. Der Abschnitt Linz - Klaus wurde zunächst als Lokalbahn von der privaten Kremsthalbahn-Gesellschaft gebaut. Von 1901 bis 1906 baute der Staat unter Einbeziehung dieser Lokalbahn die Pyhrnbahn. Sie ist 104 km lang und überwiegend eingleisig.
Im Zuge der Planungsarbeiten stellte die Gemeinde Liezen den Antrag, die Bahn - nach dem Muster der Semmeringbahn - über den Pyhrnpass zu führen. Die Gemeinde Admont stellte einen ähnlichen Antrag mit der Trassenführung im Bereich des Pyhrgasgatterls nach Admont und erst von dort weiter nach Selzthal. Beide Ansuchen wurden wegen zu hoher Kosten und längeren Strecken gegenüber die Verbindung nach Selzthal abgelehnt.
1900 wurde beschlossen, die damals bestandene 42 km lange Lücke von Klaus bis Selzthal zu schließen, um eine durchgehende Bahnverbindung von Böhmen bis Triest zu schaffen. Der Bau erwies sich aber als wesentlich schwieriger als angenommen. Vor allem beim Bau des 4.766 m langen Bosrucktunnels gab es zahlreiche Wassereinbrüche und eine Gasexplosion mit über 12 Toten. Dadurch stiegen auch die geschätzten Baukosten fast auf das Doppelte an. Der Lückenschluss kostete schließlich fast 21,6 Mio. Kronen, der Tunnel allein über 9,4 Mio. Kronen, sodass sich ein Laufmeter Tunnelstrecke auf 1.980 Kronen belief.
Die Eröffnung des Abschnittes Klaus - Selzthal erfolgte am 22. August 1906. Als erste Teilstrecke wurde der Abschnitt Selzthal - Spital am Pyhrn 1965 elektrifiziert, die Elektrifizierung des gesamten Pyhrnbahn wurde 1977 abgeschlossen.
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