 | | 1815 | |
| In diesem Jahr gab es ein Hochwasser mit folgenden Mißernten. |
 | | 1899 | |
Margarete Aigner schreibt in Band 7, Seite 139, ihres Werkes "Aus der Geschichte Liezens" unter Bezugnahme auf A. Hasner sen., 92 Jahre, 1944, folgendes: Das Hochwasser ist 1899 beim Feilhauer (Schröckenfux, Pyhrnstraße) ausgebrochen und beim Kalß (Pyhrnstraße 29) wieder in das Bett des Pyhrnbaches hinein geleitet worden. Beim Schmied Fesl (Rainstrom 7) hat sich das Wasser bei dem damals noch bestehenden Wehr verklaust, durch den Rückstau ist das Wasser bei vlg. Gschwandner (Im Winkel 3) hinunter geronnen. |
 | | 1920 | |
| Konrad Klötzl erwähnt in seiner Arbeit "Ennsregulierung und Meliorationen im Raum Liezen Ardning" eine Hochwasserkatastrophe im Jahre 1920. Es gibt darüber aber keine näheren Angaben. |
 | | 14.08.1949 - 19.08.1949 | |
| Bei diesem Hochwasser wurde die alte Überführerbrücke über die Enns zerstört. Sie wurde vom Land Steiermark als Straßenverwalterin etwas weiter östlich neu errichtet. Die Genehmigung des neuen Brückenbaues erfolgte durch das Amt der Steiermärkischen Landesregierung am 18.12.1951, die Fertigstellung am 25.07.1952. Am Bau beteiligt waren die Firmen Beyer & Co und Waagner - Biro, sowie der Liezener Zimmermeister Kreiml für die Holzarbeiten. |
 | | 1959 | |
| Konrad Klötzl erwähnt in seiner Arbeit "Ennsregulierung und Meliorationen im Raum Liezen Ardning" eine Hochwasserkatastrophe im Jahre 1959. Er berichtet, dass der Abfluss der Enns beim großen Hochwasser im Sommer 1959 auf 500 - 600 m3/sec (das sind 500.000 Liter pro Sekunde) geschätzt wurde. Angaben über das Ausmaß oder die Art der Schäden gibt es aber nicht. |
 | | 15.05.1965 - 16.05.1965 | |
In der 1. Ausgabe der Stadtnachrichten berichtet Bürgermeister Johann Voglhuber folgendes:
"In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai kam es durch starke Regengüsse im Gebiet der Ortschaft Reithtal zu einer Katastrophe. Der Aubach trat über sein Bachbett und überschwemmte die Ortschaft Reithtal. Die Stadtfeuerwehr Liezen war die ganze Nacht über im Einsatz; es mußte sogar für eine Evakuierung Vorsorge getroffen werden. Bereits am nächsten Tag wurde die Katastrophenstelle vom Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Stainach, Herrn Dipl. Ing. Forstner, besichtigt. Mit der Planung und Durchführung von Sicherungsmaßnahmen wurde alsbald begonnen.
Es muß hier festgestellt werden, - wie schon so oft - daß durch den raschen Einsatz unserer Feuerwehren die größte Gefahr abgewendet wurde. Auch die Beamten des Gendarmerieposten Liezen waren eifrig um Sicherungsmaßnahmen bemüht. Während die Stadtfeuerwehr Liezen in der Ortschaft Reitthal eingesetzt war, sorgte die Feuerwehr Pyhrn für die Überwachung und Sicherung des Pyhrnbaches. Durch das Hochwasser war auch eine Wirtschaftsbrücke oberhalb der Pyhrnbachmündung stark beschädigt worden. Der Pyhrnbach brachte große Schottermengen mit. Diese konnten zum Teil für die so vordringliche Aufschüttung des Hauptplatzes verwendet werden, so daß aus diesem großen Schaden doch ein kleiner Nutzen erzielt werden konnte." |
 | | 13.07.1966 - 14.07.1966 | |
Stadtnachrichten Jänner 1967, 2. Folge:
"In der Nacht vom 13. auf den 14.7.1966 trat der Pyhrnbach nach ausgiebigen Regenfällen bei der ehemaligen Kanzlerwehr über sein Ufer und richtete an 4 Wohnhäusern und am Verwaltungsgebäude des VÖEST- Werkes Liezen große Verwüstungen an. Auch an der Wasserleitung im Quellgebiet Weißenbach b.L. entstanden größere Schäden. Diese Schäden im Quellgebiet wurden durch ein neuerliches Hochwasser am 27.7.1966 noch vergrößert und mußte die Stadtgemeinde in den folgenden Wochen umfangreiche und zeitraubende Verbauungsmaßnahmen in diesem Gebiet durchführen, um die Wasserversorgung in Liezen sicherzustellen." |
 | | 01.08.1977 | |
Nach Mitteilung des Leiters der Baubezirksleitung Hofrat DI Herbert Bochsbichler handelte es sich beim Hochwasser des Pyhrnbaches um den höchsten Wasserstand seit 25 Jahren.
Um 4.50 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr. In Vertretung des in Urlaub befindlichen Bürgermeisters übernahm Vizebürgermeister Rudolf Kaltenböck die Gesamtleitung des Katastropheneinsatzes. Den Einsatz der Feuerwehren leitete OBI Herbert Pirkmann. Seinem Bericht ist zu entnehmen: "Ausfahrt 5:00 Uhr, Rückkehr 20:00 Uhr. Gefahrene Kilometer 228, Gesamteinsatzstunden: 555. Im Bereich Eisenhof und Bahnübersetzung trat der Pyhrnbach 500 Meter aus seinem Bett und überschwemmte die Wiesen und die Bundesstraße einen halben Meter hoch. |
 | | 12.08.2002 - 13.08.2002 | |
| Dieses Hochwasser erreichte die HQ100-Grenze, das ist die Grenze, die ein Fluss alle 100 Jahre bei Hochwasser erreicht. Diese befindet sich in Liezen unmittelbar südlich der Kleingartensiedlung Döllacher Straße und das Wasser richtete großen Schaden in der Kläranlage an. |
 | | 23.06.2009 - 29.06.2009 | |
| Der Sommer 2009 war außergewöhnlich niederschlagsreich. Seit den Wetteraufzeichnungen lag die Niederschlagsmenge hinter den Jahren 1824 und 2005 an dritter Stelle. In Liezen gab es zum Glück keine größeren Überschwemmungen und Schäden, aber der Bereich des Golfplatzes Weißenbach wurde am 23. und am 29. Juni überschwemmt. |