Als Ursprung des am Pyhrnbach gelegenen Schmelzwerkes in Liezen - der späteren Amalienhütte - gilt die Erzverhüttung auf dem Salberg. Der Zeitpunkt der Verlegung der bisher nur durch Schlackenfunde nachgewiesenen Salberger Öfen in das Tal ist nicht bekannt, wahrscheinlich im 14. Jahrhundert.
Die Liezener Hütte war seit 1696 Eigentum des oberösterreichischen Stiftes Spital am Pyhrn.
1807 kaufte das Stift Admont das Werk, veräußerte es aber schon 1824 an Joseph Ritter v. Friedau und seinen Sohn Franz d. Ä. Gemäß dem Schenkungsvertrag vom 21.11.1840 wurde Franz R. v. Friedau d. Ä. Alleineigentümer des Liezener Hochofens.
1849 erbten Franz d. J. sowie Valerie v. Friedau, Maria Hermine v. Zschok und Henriette v. Werner das Werk und 1851 scheint Franz R. v. Friedau d. J. als Alleineigentümer auf.
Am 15.04.1853 verkaufte R. v. Friedau das Werk an den Rottenmanner Eisenwerksbesitzer Josef Pesendorfer.
Nach einem Brand ließ Pesendorfer den Hochofen neu erbauen, der schon 1854 angeblasen werden konnte. Der Ofen war ca. 11 m hoch und die Tagesleistung lag bei durchschnittlich 12 t Roheisen.
Nach Pesendorfers Tod 1856 führten die Erben den gesamten Betrieb (Rottenmann und Liezen) unter "Josef Pesendorfer`s Erben" weiter, doch kam es zu einer starken Aufsplitterung der Besitzanteile.
Am 13.03.1892 verkaufte die Fa. Pesendorfer ihren Montanbesitz an die Firma Brüder Lapp, die den Hochofen und den Bergbau 1893 stilllegte. |