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Pfrimer - Putsch Pfrimer - Putsch Informationen als PDF exportieren

Pfrimer-Putsch, ein vom Steirischen Heimatschutz (14.000 Mann) unter Führung von Walter Pfrimer am 12./13.09.1931 versuchter Putsch. In der Obersteiermark wurden Verkehrswege blockiert, Bezirkshauptmannschaften und fast alle Orte besetzt und Bürgermeister verhaftet. Eine Truppe zog über Waidhofen an der Ybbs bis Amstetten. W. Pfrimer ließ ein "Provisorisches Verfassungspatent" anschlagen, rief sich zum Staatsführer aus und proklamierte die Machtübernahme in Bund und Ländern. Der Putsch wurde weder von anderen Heimwehrverbänden noch von der Bevölkerung unterstützt und brach am Vormittag des 13.09 nach Eingreifen des Bundesheers ohne größere Kämpfe zusammen.


In Liezen war Bürgermeister Richard Steinhuber prominentes Mitglied des Heimatschutzes. Er wurde nach dem Zusammenbruch des Putsches verhaftet. Die Sozialisten stellten im Gemeinderat den Antrag, "dass Herr Richard Steinhuber infolge seiner hochverräterischen Umtriebe von dem Amt als Bürgermeister enthoben wird“. Dieser Antrag wurde von der Gemeinderatsmehrheit abgelehnt. Angenommen wurde folgender Antrag der Gemeinderatsmehrheit: "Der Gemeinderat wolle die Enthebung des Herrn Richard Steinhuber vom Amte des Bürgermeisters bis zur Entscheidung durch die Justizbehörden abwarten“.

Quelle: Österreich Lexikon und Gemeinderatssitzungsprotokoll vom 25. September 1931
Verfasser: Karl Hödl, 12.02.2006
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