Diese berichtet, dass noch im 12. Jahrhundert eine römische Stadt auf dem Brunnfeld gestanden sein soll. Ein Erdbeben habe das Felsgestein an der Roten Wand zusammengeschüttelt, so dass es ins Tal herabstürzte und dieses verschüttete. Der wahre Kern besteht darin, dass die dort noch bestehenden Anlagen der ehemaligen römischen Siedlung unter den Felsentrümmern begraben wurden. Eine Stadt aber war es sicher nicht. Dazu ergänzt die Sage, wie sie uns mündlich überliefert wurde, dass in der Roten Wand ein Drachen hauste, der diesen Felssturz verursacht haben soll.
Im Stadtwappen ist dieser Drachen grün auf rotem Hintergrund dargestellt. Eine andere Auslegung berichtet, dass dieses furchtbare Ungetüm beim "Sennglöckl" in der Roten Wand gelebt haben soll. Der Hahn des Hainzlebner-Bauern habe sich dorthin verirrt und sei vom Drachen gefressen worden. Dadurch gestärkt, sei dann dieses Untier ausgebrochen und habe damit den Felssturz verursacht. Die Sage weiß aber auch, dass jene "Stadt" bis zum "Weißen Kreuz" an der Ausseer Straße gereicht haben soll. Beim Grafenkreuz im Oberdorf und in der Nähe des Kornbauernhofes (heute Salzstraße 12) sollen Heidentempel oder vielleicht eine alte Kirche gestanden sein. Wahrscheinlich waren dies alte Heidentempel oder nur Bilder heidnischer Götter. So ist es zu erklären, dass dort Überbleibsel der Römerzeit noch länger bestanden. Es steht nicht genau fest, in welcher geschichtlichen Zeit sich dieser Felssturz ereignet hat. Sicherlich aber nach der Römerherrschaft (400 n. Chr.) und spätestens im 11. oder 12. Jahrhundert n. Chr. |