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Geboren: 24.07.1830 Gestorben: 23.03.1900
Nikolaus Dumba wurde in Wien geboren und verstarb in Budapest. Er war Eigentümer der k & k Privat. Baumwoll-Spinnereien in Trattendorf in Niederösterreich, Mitglied des niederösterreichischen Landtages und des Reichsrates. Er kam 1870 als Jagdherr nach Liezen, erwarb in und um Liezen umfangreiche Besitzungen (Schloßalm, Thorriesenalpenwaldung, Brunnalm, Steinfeldam und Hintersteineralm), errichtete 1877 die Dumbavilla, Architekt Heinrich Ferstl, und heiratete 1863 Marie Manno, hatte eine Tochter Irene, und war in Liezen ein großzügiger Förderer vieler gemeinnütziger Einrichtungen.
Als Ehrenbürger der Stadt Liezen (Gemeinderatsbeschluss vom 23.03.1873) spendete er viel Geld für die Errichtung der ersten Wasserleitung in Liezen. Nach seiner Tochter und ihm sind der Irenenweg und der Nikolaus Waldweg sowie der Bildstock mit dem heiligen Nilolaus (von Dumba errichtet 1895) benannt.
Als er im Jahre 1900 starb fuhr eine Abordnung der Gemeindevertretung von Liezen zum Begräbnis nach Wien. |
 | | 2009 | | Georg Markus berichtet in seinem Buch "Wie die Zeit vergeht", erschienen 2009 im Amalthea Signum Verlag, Wien, auf Seite 178 in einem Beitrag über Gustav Klimt über Nicolaus Dumba folgendes:
Der aus Mazedonien stammende Industrielle Nicolaus Dumba, der den Salon seines von den Architekten Johann Romano und August Schwendenwein erbauten Palais am Parkring zum Treffpunkt der Kunst- und Musikwelt werden ließ, schrieb als einer der bedeutensten Mäzene des Fin des Siecle Geschichte. Seinem Einsatz ist die Errrichtung des Wiener Konzerthauses, des Musikvereinsgebäudes und des Künstlerhauses zu danken, die er als Organisator großer Spendenaktionen ermöglichte. Dumba unterstützte den Bau des Parlaments, der Votivkirche, des Rathauses und der Universität. In seinem Palais am Parkring hingen neben den Klimt-Bildern auch Werke von Makart, Gauermann, Amerling, Kupelwieser, Defregger, Schwind und Rudolf von Alt.
Dumba war der einzige Patrizier, der die Erhebung in den Adelsstand nicht annahm und begründete dies dem Kaiser gegenüber mit den Worten: "Lieber bin ich Euer Majestät erster Bürger als Sein letzter Aristokrat."
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| Quelle: Buch "900 Jahre Liezen 1074 - 1974", Liezen im Zeitwandel Folge 7 September 2002 Beitrag von RR Rudolf Polzer und Wolfgang Flecker Verfasser: Karl Hödl, 13.09.2007 | | [Zurück] | |