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Am: 1869 Die Einnahmen der Gemeinde bestanden in erster Linie aus den Zuschlägen zur Grund- und Gewerbesteuer und zur Verzehrungssteuer, die von den Wirten zu bezahlen war. Dazu kamen Pachterträge von Gemeindegrund. 1869 scheint sogar eine Einnahme von 30 Gulden aus dem Verkauf von Straßenkot auf. Die Gemeindevertretung hatte auch zu dieser Zeit bei Konzessionsansuchen für Gewerbe über den Lokalbedarf zu entscheiden. Bei Ansuchen um die Verleihung der Gasthauskonzession, stellte die Gemeindevertretung sehr oft fest, daß schon 23 Gasthäuser im Ort seien. Sie sprach sich daher gegen die Verleihung weiterer Gasthauskonzessionen aus. Aber auch über die Aufnahme in den Heimatverband (das war die Zuerkennung der Zuständigkeit und das Recht auf einen Heimatschein) entschied der Gemeinderat. Dabei spielten fast immer die Vermögensverhältnisse der Gesuchsteller eine große Rolle. Konnten genügend Vermögen und gesicherte Erwerbsmöglichkeiten nachgewiesen werden, nahm man den Bewerber auf, wenn nicht, mußte er mit dem "Abschub", das heißt mit der "Verfrachtung in seinen Heimatort", rechnen. |
Quelle: Buch "900 Jahre Liezen" Verfasser: Rudolf Polzer und Redaktionsteam, 1974 | | [Zurück] | |