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Pferde in Massen Pferde in Massen Informationen als PDF exportieren

Ein gewisser Dr. Franz Sartori schreibt in seinen Reiseerzählungen, die 1811 in Wien erschienen sind, über unseren Heimatort: Liezen ist eines der größten und schönsten Dörfer des Landes. Er nennt auch die von Liezen ausgehenden Straßen, besonders die Salzstraße und bezeichnet sie als "Hauptcommercialstraße", d. h. wichtigste Handelsstraße. "Die Bewohner dieses Ortes" -so führt er weiter aus - "leben meist von den Fuhrleuten, die hier durchziehen. Der Pferdehandel ist der wichtigste Handelszweig in Liezen."

In der Mitte des 19. Jahrhunderts beweist sich noch ganz besonders die Bedeutung Liezens als Handels-, Durchzugs- und Umschlagsplatz. Liezener Bürger machten Fuhr- und Speditionsdienste. Besonders bekannt war der Spediteur Franz Moßhammer (später Hotel Fuchs, Hauptstraße 4). Von Triest und Kärnten wurden Baumwolle und andere Textilien, Öl, Zucker, Wein und Südfrüchte, sowie viele andere Waren, nach Liezen geführt. Von hier erfolgte der Weitertransport über den Pyhrnpaß nach Kirchdorf, Steyr, Wels und Linz und oft weiter bis Böhmen. Auch andere Liezener Familien befaßten sich damit und hatten oft bis zu 20 Pferde unterwegs.

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